Eindrücke, Empfindungen und Ansichten eines unserer Bewohner
Sie wohnen jetzt schon bald drei Jahre bei uns?
„Ja, nach einer schweren Erkrankung war ich auf einen Rollstuhl angewiesen und mir wurde klar, dass ich nicht mehr allein in meiner alten Wohnung würde leben können. Natürlich war mir recht mulmig zumute, manchmal dachte ich, ich sei am Ende …“
War denn nun alles am Ende?
„Nein, überhaupt nicht, der erste Schritt war, meine neue Lebenssituation anzunehmen und zu akzeptieren, was ich nicht ändern konnte.
Bei dem zweiten Schritt haben mir alle hier im Haus geholfen, nach Möglichkeiten zu suchen, das Leben wieder lebenswert zu machen und ein neues Zuhause zu finden.“
Geht es Ihnen hier gut?
„Ich fühle mich hier im Vincenz-Haus sehr gut aufgenommen. Diese Freundlichkeit der Menschen hat mir sehr geholfen, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet … Und man kann Freunde finden. So viele neue Bekanntschaften wie hier hatte ich früher nicht …"
War das St. Vincenz-Haus das Richtige für Sie?
„Auf jeden Fall. Ich kann meinen Tagesablauf weiterhin nach meinen Wünschen gestalten und gewohnt leben wie früher.
Meine Selbständigkeit ist mir sehr wichtig: Ich möchte nicht nach einem Stundenplan leben.
Hier kann jeder aufstehen und schlafen gehen, wann er möchte. Dazu gehört natürlich auch, dass ich dann esse, wann ich möchte, an Aktivitäten teilnehme oder mich lieber zurückziehe.“
Und was machen Sie so am Tag?
„Durch den Sozialen Dienst bekomme ich für meine Freizeit ganz viel angeboten.
Interessante Veranstaltungen und Treffen mit anderen Hausbewohnern gehören dazu.

Außerdem gibt es ein Restaurant, das ich zum Kaffee ganz oft mit meinen beiden Schwestern oder Bekannten besuche und wo wir dann ganz gemütlich beisammen sind.
Denn schließlich gibt es doch immer jet zu verzelle und jet zu luure.“
„ ... als kölsche Jung bin ich natürlich überglücklich und stolz jetzt im Kunibertsviertel zu wohnen, das ich ja schon als kleiner Junge gekannt habe. Es gibt mir das Gefühl nach Köln zu gehören und ich kann immer noch ins Städtchen fahren.
Und es ist für mich ja so bequem, dass mein Hausarzt und die Krankengymnastik ins Haus kommen. Umständliche Fahrten und lange Wartezeiten bleiben mir damit erspart.“
Was ist hier für Sie am Wichtigsten?
„Zu wissen, dass rund um die Uhr jemand da ist, wenn man Hilfe braucht, verschafft mir ein sicheres Gefühl und Zuversicht.

In meiner alten Wohnung war ich ständig in Sorge, bestimmte Dinge nicht mehr zu schaffen oder ich hatte tatsächlich Angst, dass etwas passieren könnte und dann gerade niemand in der Nähe ist.“
Sie kennen die Aussage von Johannes Heesters?
„Ja, natürlich, alt werden kann man nicht lernen. Und je älter man wird, umso stärker machen sich die Zipperlein bemerkbar.
Mag die Apothekenzeitung noch so viele Mittelchen für ein besseres Gedächtnis und gegen eine schwache Blase anbieten. Ich bin neugierig und freue mich auf das, was kommt.“

